Friedrich I. Barbarossa (1122-1190 nach Christus)
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"Er
hat hinabgenommen des Reiches Herrlichkeit und wird wiederkommen mit ihr zu
seiner Zeit" (Rükkert). Der zweite Staufer (1122 geboren) auf dem Kaiserthron
des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, 1152 einstimmig gewählt, scheiterte
mit vielen seiner politischen Unternehmungen und führte doch das Ansehen von
Krone und Reich auf einen ungeahnten Gipfel. Als
etwa 30jähriger an die Macht gekommen und auf seinem ersten Italienzug (1154/55)
zum Kaiser gekrönt, geriet er sogleich in den Konflikt mit der Kurie, da er
sich weigerte, die Krone als Lehen des Papstes zu akzeptieren. Zunächst
hatte er mit zwei weiteren Zügen nach Italien (1163, 1166-68) Erfolg und konnte
die kaiserlichen Rechte dort wiederherstellen, doch dann folgten Rückschläge,
1176 in der Niederlage bei Legnano gegen die Mailänder gipfelnd.
1177 gelang Friedrich dann aber die Aussöhnung mit dem Papst, so daß er sich dem Ausbau der Königsmacht im Reich zuwenden konnte. Hatte Friedrich schon selbst 1156 mit der Heirat mit Beatrix von Burgund seine Hausmacht bedeutend gestärkt, so brachte die Ehe seines Sohnes Heinrich IV. mit Konstanze von Sizilien 1186 weitere Ansprüche in Italien.
Auch der lange gefährliche Rivale in Deutschland, der Welfe Heinrich der Löwe, konnte gezähmt werden. Krönung des ruhmvollen Lebens sollte 1189 der 3. Kreuzzug ins Heilige Land werden, doch brachte er vor dem Sieg des Kaisers Ende. Am 19. Juni 1190 ertrank er im Salef in Kleinasien. Der "Rotbart" oder "Barberossa", wie Friedrich I. wegen seiner blonden Manneszier genannt wurde, wuchs nach dem Tode zur Legende: Im Kyffhäuser, einem Berg im Harz, warte er auf seine Wiederkehr, um Deutschland wieder einig, stark und groß zu machen.
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